Weingut Gunderloch

Rheinhessen

Zwischen Nackenheim und Nierstein am „Roten Hang“ wächst der Wein vom Weingut Gunderloch, dass in der 6. Generation von Johannes Hasselbach und seiner Familie geführt wird. Die Weine des Weinguts sind geprägt vom vorherrschenden Boden, dem rotem Tonschiefer, der Weine mit besonderer Mineralität, Würze, ungeschminkter Eleganz und Saftigkeit hervorbringt.

Der Urururgroßvater Carl Gunderloch war schon vor 130 Jahren um Qualität und Lagenklassifikation der Weine aus der Region bemüht und Mitbegründer des VDP. Diese Anstrengung wurde über alle Generationen getragen. Heute befindet sich das Weingut in der Umstellung zum biodynamischen Weinbau und nimmt damit eine weitere Stufe der Qualitätsbemühungen im Sinn der Vorfahren.


2018 Riesling »Pettenthal«

trocken, Duft von reifem gelbem Pfirsich, Honigmelone, nussig, delikate Wildkräuter, minerlisch würzig, fein ausbalancierte Säure, kraftvoll und dicht


2019 Riesling »Jean-Baptiste«

feinherb, Fruchtfülle von reifen Aprikosen, Pfirsich und knackigem Apfel, feines Frucht-Säure-Spiel, Ton-Schiefer-Mineralität, animierend


2019 Riesling

trocken, Tonschiefer-Mineralität des Roten Hangs, dezente Zitrusfrucht, saftige gelbe Pflaume, animierende, balancierte Säure


2019 Weißburgunder

trocken, feingliedrig und schlank, dezente weiße Blüten, elegante Frucht von Apfel und saftiger Birne, feiner Schmelz

zurück zur Übersicht

Deutschland

Karge Böden, kühles Klima, steile Weinberge. Die Voraussetzungen für den Weinbau in den deutschen Anbaugebieten, bis zum 51. Breitengrad, sind außergewöhnlich. Meist ist das Ausreifen der Trauben nur in geschützten Lagen, an Flüssen oder Seen, an steilen Süd-Osthängen möglich. Doch sind gerade diese Bedingungen ideale Voraussetzungen, die den Deutschen Wein in seinen Ausprägungen so besonders machen und eine unverwechselbare Balance zwischen Fruchtfülle und feiner Säure in den Weinen hervorbringen. Besonders der Riesling, die meistangebaute Rebsorte in Deutschland, zeigt sein Aromen- und Fruchtsäurespiel sehr vielfältig ausgeprägt.

Leider hat das Image des deutschen Weins in den sechziger bis achtziger Jahren unter der Massenproduktion gelitten. Noch Ende der Achtziger Jahre wurden deutsche Weine als wässrig und süß verschmäht. Inzwischen hat sich eine ganze Generation von Winzern zur Aufgabe gemacht, deutschem Wein ein neues Gesicht zu geben. So hat der Deutsche Wein in den letzten zwanzig Jahren wieder unglaublich an Fahrt gewonnen und ist in Weinkarten weltweit zu finden. Eine bemerkenswerte Leistung des deutschen Winzerhandwerks.

Rheinhessen

Südlich der Rheinkrümmung in Mainz liegt das größte Weinanbaugebiet Deutschlands und erstreckt sich über das Mainzer Becken bis Worms. Lange lag Rheinhessen im Dornröschenschlaf und war Deutschlands Hauptlieferant für billige Markenweine. Inzwischen hat es die junge Winzer-Generation geschafft der Region neues Leben einzuhauchen und macht Rheinhessen-Wein wieder attraktiv. Die Winzer setzen auf traditionelle Weinbereitung, reduzieren verstärkt die Erträge und arbeiten mit wilden Naturhefen statt mit Zuchthefen, was die Weine geschmacklich stärkt und intensiviert. Die Rebsortenvielfalt ist mit Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Spätburgunder, Portugieser und Dornfelder sehr umfangreich. Doch bekannt ist Rheinhessen für seinen erstklassigen Silvaner.

zurück zur Übersicht