Weingut Klaus Böhme

Saale-Unstrut

Das 12 Hektar große Weingut in Kirchscheidungen an der Unstrut kann auf eine 300 Jahre alte Weinbautradition zurückschauen. Gleich nach der Wende 1990 begann die Familie wieder als selbstständige Winzer zu arbeiten. Nach der Neueinrichtung des Kellers 1994 konnten die Weine auch selbst ausgebaut und abgefüllt werden. Auf den kalkhaltigen Böden stehen überwiegend Weißweinreben, wie Müller-Thurgau, Silvaner, Gutedel, Weißburgunder, Traminer und Riesling. Sie werden sortenrein und trocken ausgebaut. Die Rotweine aus Portugieser, Dornfelder, Spätburgunder und Frühburgunder baut Klaus Böhme traditionell mittels Maischegärung aus. Durch den Ausbau in Edelstahltanks entstehen trockene, frische, lebendige Weine.

Der Gauilt Millau lobt das sehr hohe Niveau der Wein und bezeichnet das Weingut als »Aushängeschild der Region«.


2017 Riesling »Bergstern«

trocken, konzentrierte Fruchtaromatik von reifem Pfirsich, gelbem Apfel und Zitrusnoten, ausladend mit gut balancierter Säure und langem Nachhall


2018 Weißburgunder

trocken, feinnervig, elegante Frucht, Aromen von Aprikose und Apfel


2018 Riesling

trocken, saftige Aprikosen- und Birnenfrucht, schlank, elegant


2018 Gutedel

trocken, filigrane Frucht von gelben Apfel, moderate Säure


2017 Dornfelder

trocken, Frucht von Kirschen, samtig, elegant


2017 Silvaner »Alte Reben«

trocken, würzig, filigrane Frucht, grasiger Duft


2017 Weißburgunder »Bergstern«

trocken, ein körperreicher Wein aus hochreifen Trauben, ausdrucksstarke komplexe Frucht und Fülle, großes Lagerpotenzial


2018 »Alles rosa«

Cuvée aus Dornfelder und Portugieser

trocken, erfrischend, feiner Duft nach roten Beeren

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Deutschland

Karge Böden, kühles Klima, steile Weinberge. Die Voraussetzungen für denWeinbau in den deutschen Anbaugebieten, bis zum 51. Breitengrad, sind außergewöhnlich. Meist ist das Ausreifen der Trauben nur in geschützten Lagen, an Flüssen oder Seen, an steilen Süd-Osthängen möglich. Doch sind gerade diese Bedingungen ideale Voraussetzungen, die den Deutschen Wein in seinen Ausprägungen so besonders machen und eine unverwechselbare Balance zwischen Fruchtfülle und feiner Säure in den Weinen hervorbringen. Besonders der Riesling, die meistangebaute Rebsorte in Deutschland, zeigt sein Aromen- und Fruchtsäurespiel sehr vielfältig ausgeprägt.

Leider hat das Image des deutschen Weins in den sechziger bis achtziger Jahren unter der Massenproduktion gelitten. Noch Ende der Achtziger Jahre wurden deutsche Weine als wässrig und süß verschmäht. Inzwischen hat sich eine ganze Generation von Winzern zur Aufgabe gemacht, deutschem Wein ein neues Gesicht zu geben. So hat der Deutsche Wein in den letzten zwanzig Jahren wieder unglaublich an Fahrt gewonnen und ist in Weinkarten weltweit zu finden. Eine bemerkenswerte Leistung des deutschen Winzerhandwerks.

Saale-Unstrut

Die Weinberge des Anbaugebiets Saale-Unstrut erstrecken sich um die beiden Flüsse nach denen es benannt wurde, südwestlich von Leipzig. Das nördlichste Anbaugebiet Deutschlands gehört zu den Kleinsten und verläuft auf dem 51. Breitengrad. Durch die langen Winter- und Frühjahrsfröste reduzieren sich die Erträge der Rebstöcke schon auf natürliche Weise. Daher suchten die Winzer schon sehr früh die geschützten Lagen in Flussnähe. Im 12. Jahrhundert begannen die Zisterzienser, die Reben an den kargen Muschelkalk- und Buntsandsteinhängen zu pflanzen - auf einer Fläche von ca. 10.000 Hektar. Heute dominieren in den Weinbergen die weißen Rebsorten, wie Müller-Thurgau, Weißburgunder, Silvaner, Riesling, die meist trocken, leicht und aromatisch ausgeprägt sind . Zu einem Viertel sind Weinberge mit Spätburgunder, Portugieser, Zweigelt und Dornfelder bepflanzt.

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